Wie man sich gegen Abo-Abzocker wehrt

Leider ist das Thema “Geld verdienen im Internet” auch für immer mehr Kriminelle ein Thema. Nur so lassen sich immer dreistere – illegale – Abo-Fallen erklären, in die immer mehr User und Handybesitzer tappen. So auch meine eigene Tochter. Nun könnte man sagen, wer ein Online-Abo abschließt und dafür bereit ist viel Geld zu zahlen, ist selber schuld. Stimmt. Aber mir geht es hier geht es um illegale Machenschaften. Um Betrug. Um regelrechte Abzocke. Abo-Fallen, die darum so heißen, weil man sie GÄNZLICH UNGEWOLLT (ohne konkreten Willen zum Kauf) abschließt oder in einer BESTIMMTEN FORM UNGEWOLLT (bezüglich Abo-Dauer etc. ) abschließt. Doch was kann man gegen Abo-Fallen Abzocker tun?

Zunächst möchte ich noch kurz auf mein privates “Erlebnis” in Sachen Abofallen-Abzocker eingehen. Meine Tochter hat seit vielen Jahren ein Handy mit Internetflat und ist durch meine ständigen “Vorsichts-Predigten” nicht nur genervt, sondern auch hinlänglich erfahren, in Sachen Internet. Doch vor einiger Zeit erwischte es auch Sie/uns.

Da ich (alle) Ihre Rechnungen erhalte und bezahle (ja auch die Handy-Rechnungen)…, wurde ich beim Blick darauf irgendwann einmal stutzig. Der gewöhnlich Rechnungsbetrag wich gegenüber den sonstigen Handy-Rechnungen um 5.90.-€ ab. Auf der Rechnung stand etwas von “Video-Abo Monatbeitrag”.

Darauf angesprochen gab sie sich komplett erstaunt und beteuerte nie ein Abo gewollt und bewusst abgeschlossen zu haben. Ich googelte also den Namen der Video-Abo-Firma und siehe da: Hunderte von empörten Handy-Besitzern klagten über das gleiche Problem – ABO-ABZOCKE!

Keine der User hatte bewusst und gewollt ein solche Abo bei dieser Firma mit Sitz in Österreich abgeschlossen. Aber in ALLEN FÄLLEN und trotz ALLER Beschwerden buchte der Mobilfunk Betreiber (in meinem Fall die Telekom) die Rechnungsbeträge dieser Firma ab.

Sie müssen natürlich selbst wissen, was Sie tun. Ich kündigte der Telekom die erteilte Einzugsermächtigung und überwies nur noch die vertraglich vereinbarte Rechnungssumme. Gleichzeitig teilte ich ihnen den Grund in Form einer Beschwerde mit. Daraufhin erhielt ich Standard Mahnungen. Gleichzeitig forderte ich in mehreren Mails die Abzockerfirma auf, bereits über die Telekom erhaltene Zahlungen zurück zu zahlen. Um es kurz zu machen: erst ein Brief mit dem Hinweis darauf, dass meine Tochter das Handy benutzt und diese zum angeblichen Abschluss des Video-Abos minderjährig (also nicht geschäftsfähig) war, veranlasste die Firma nach mehr als einem halben Jahr zur Rückzahlung der Beträge.

Wie Sie sich bei vermeintlichen Abo/Abzocker Fallen verhalten können (dies ist keine Rechtsberatung, ich gebe hier nur meine privaten Kenntnisse/Erfahrungen weiter)

Sie haben nie gewollt und wissentlich ein Abo/Kauf mit Klick auf einen “Jetzt kaufen” oder “Kostenpflichtig bestellen” Button getätigt? Dann:
– müssen Sie die geforderte Gebühr auch nicht bezahlen, wenn sich der “Abzocker” nicht an die gesetzlichen Regeln gehalten hat
– suchen Sie nach dem “Abzocker” im Internet. Oft ist dieser bekannt und andere sind vor Ihnen schon in die Abofalle getappt
– Sie können auch Online Verträge innerhalb von 14 Tagen widerrufen (wenn Sie Kenntnis davon erhalten). Wenn Sie darüber keine Belehrung erhalten (wie in meinem Falle), gilt das Widerrufsrecht noch länger
– bei Minderjährigen (in meinem Falle) wird der Vertrag erst mit Zustimmung der Eltern gültig
– immer Widerspruch schriftlich einlegen, am besten per Einschreiben
– lassen Sie sich anwaltlich beraten!

Die Abzocker/Betrüger wissen jedoch genau, dass die Wenigsten wegen solch geringer Summen wie 5.-€ zum Anwalt gehen. Darum ist diese Abkassiererei ja auch so ertragreich für die Betrüger. Trotzdem – tun Sie etwas dagegen. Wenn Sie sicher sind, dass Sie betrogen wurden, zahlen Sie nicht! Gute Worte und Beschwerden helfen nicht? Anwalt!!

Schauen Sie doch einmal auf der Seite Abzocknews nach. Sie werden staunen, wie perfide die Abzocker mittlerweile im Internet auf betrügerische Art und Weise Ihr Geld verdienen. Nicht nur mit Abofallen!

Wie gesagt, die genannten Tipps und Vorfälle beruhen (leider) auf meiner eigenen Erfahrung und stellen keine Rechtsberatung dar. Im Zweifel lassen Sie sich immer anwaltlich beraten.

 

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