Immobilienbetrug: So erkennen Sie betrügerische Angebote

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betrug3Leider ist das so. Immer wieder versuchen Betrüger im Internet durch unseriöse Immobilienangebote an Geld und persönliche Daten zu gelangen. Manche Verhaltensweisen sind typisch – egal, um welche Masche es sich handelt. Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale und Technikdino, Ihre Seite für Technik und Geld verdienen im Netz, geben aber Tipps, wie man seriöse Geschäftspartner von Betrügern unterscheiden und sich vor Immobilienbetrug schützen kann.

Warnsignal: Vorauszahlung für Besichtigung
Die mit Abstand verbreitetste Betrugsmasche ist der Vorkasse-Betrug. Der angebliche Eigentümer, der oft vorgibt im Ausland zu sein, schlägt dem Interessenten vor, den Schlüssel für die freie Wohnung per Post zu schicken. Als Sicherheit will er vorab eine Kaution. Die Zahlung soll über einen Transferservice wie Western Union erfolgen. Dort ist die Anweisung nicht rückgängig zu machen. Wer bezahlt, bekommt aber nie einen Schlüssel. Bei Kunden sollten daher die Alarmglocken klingeln, wenn sie eine Vorab-Kaution zahlen sollen. Eine solche Praxis ist in Deutschland nicht üblich. Die Polizei warnt: Bargeldtransfers sind generell nicht dazu geeignet, Geschäfte mit Unbekannten abzuschließen.

400 Euro Miete für 80 Quadratmeter in München-Bogenhausen – zu schön, um wahr zu sein?
Eben! Um möglichst große Aufmerksamkeit zu erzeugen und viele potenzielle Opfer in die Falle zu locken, liegen die Angebotspreise deutlich unter dem ortsüblichen Marktpreis. Häufig sind Angebote und E-Mails außerdem in schlechtem Deutsch oder Englisch geschrieben. Finger weg von solchen Angeboten!

In manchen Fällen bieten die Betrüger auch an, den Schlüssel per Nachnahme zu schicken. Dafür soll dann eine Nachnahmegebühr entrichtet werden. Die Schlüssel kommen auch an, passen aber nicht ins Haustürschloss der Immobilie. Auch hier gilt: nicht zahlen! Ein solches Vorgehen ist in Deutschland nicht üblich.

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Eine weitere Masche: Betrüger geben sich als Makler aus und bieten den Interessenten gegen Geld Listen mit vermeintlich interessanten Wohnungsangeboten an. Meist kopieren die Betrüger für die Listen Immobilienangebote seriöser Makler, die von dem Missbrauch nichts ahnen. Verlangt also jemand eine finanzielle Vorleistung für eine Liste mit Wohnungen, ist das ein Indiz dafür, dass der Anbieter ein Betrüger ist. Finger weg! Makler werden in Deutschland erst bezahlt, nachdem der Miet- beziehungsweise Kaufvertrag unterzeichnet worden ist.

Phishing: Vorsicht bei der Weitergabe persönlicher Daten
Phishing betrifft nicht mehr nur Nutzer von Online-Banking. Die Betrüger haben es auch auf Immobilienanbieter abgesehen. Der Trick ist perfide: Kunden von Immobilienportalen erhalten eine E-Mail und werden unter einem Vorwand dazu aufgefordert, sich mit ihren Zugangsdaten beim Immobilienportal einzuloggen. Die E-Mail enthält einen Link, den man klicken soll, um auf die Login-Seite zu gelangen. Allerdings landen die Kunden nicht auf der echten Portalseite, sondern auf einer gefälschten.

Dort eingegebene Daten werden an unberechtigte Personen weitergeleitet. Betrüger missbrauchen so zum Beispiel seriöse Verkaufs- oder Vermietungsangebote für einen Vorkasse-Betrug. Um an die E-Mail-Adressen der Immobilienanbieter zu gelangen, durchsuchen Crawler die Angebote auf Kontaktdaten und E-Mail-Adressen. Aus diesem Grund empfiehlt immowelt.de, die Kontaktdaten nicht im Textfeld der Immobilienbeschreibung, sondern ausschließlich im dafür vorgesehenen Kontaktfeld anzugeben. Dieses ist so konzipiert, dass die Crawler dort keine Daten ausspähen können.

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