Neue Regel für Widerruf und Rücksendungen

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Da ich selbst einmal Online Händler war, weiß ich – es gibt “schwierige” Kunden. Ganz besonders “mochte” ich diejenigen Kunden, die sich teure Kameras bestellten, diese dann am Wochenende und im Urlaub für Fotos und Videos nutzten und mir danach ( innerhalb der 14 Tage Frist) zurück schickten. Eine ganz üble Tour ritt die Frau eines Anwaltes, die mir einen (privat auf Amazon verkauften) Artikel defekt nach 2 Jahren zurückgeben wollte. Als ich dies verweigerte, flatterte mir prompt ein Schreiben Ihres Mannes (zufällig Anwalt) in Haus, mit der Aufforderung der Rücknahme des Artikels.

Was ich damit sagen will – das Geld verdienen mit/im Online Handel ist oft kein leichtes Feld. Es gibt wohl schwarze Schafe unter Kunden wie auch Händlern. Auch wenn der Gesetzgeber sich – meiner Meinung nach wenig hilfreich – seit Jahren verzweifelt um eine Lösung gerade hinsichtlich der Rückgabe von gekauften/bestellten Artikeln bemüht.

Doch nun gibt es wieder mal neue Regel für Widerruf und Rücksendungen beim Onlineshopping, die auch den klassischen Versandhandel betreffen. Die wichtigste neue Regel: Händler dürfen bei Widerruf jetzt den Kunden die Kosten für die Rücksendung zahlen lassen.

Kunden dürfen zwar immer noch ihre Bestellung nach Erhalt der Ware 14 Tage lang widerrufen. Aber es kann sein, dass sie nun das Porto für die Rücksendung selbst zahlen müssen. Die neue Regelung ist aber kein Muss, Online-Händler können weiterhin freiwillig das Rückporto übernehmen.

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Künftig müssen die Kunden den Widerruf eindeutig erklären, es reicht nicht mehr, die Ware kommentarlos zurückzuschicken. test.de empfiehlt dies schriftlich zu tun und stellt im Artikel eine Muster-Widerrufserklärung vor. Weiterhin gilt, dass der Widerruf nicht begründet werden muss.

Ebenfalls neu: Der Händler trägt beim Widerruf nur das Versandporto für die günstigste Versandart in seinem Shop. Hat der Kunde den Artikel auf eigenen Wunsch zum Beispiel teuer per Express bestellt, zahlt er diese Mehrkosten.

test.de empfiehlt, künftig vor der Bestellung auf der Internetseite des Händlers nach den Rücksendebedingungen zu schauen. Die Shops müssen dort über Rückporto informieren. Steht dort nichts, geht die Retoure zu Lasten des Händlers.

Der Artikel mit allen Fragen und Antworten zu „Onlineshopping und Versandhandel: Neue Regeln für Widerruf und Rücksendungen“ ist unter www.test.de/widerruf abrufbar.

P.S.: Wer wissen möchte, wie meine “Amazon-Sache” damals ausging: ich habe nach Beratung durch meinen Anwalt dem gegnerischen Anwalt einen Brief geschrieben (die Wortwahl diktierte mir mein Anwalt) und danach nichts mehr weder von Ihm noch seiner Frau gehört…

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