Sind spanische Immobilien eine gute Geldanlage?

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Wer sein Geld gar nicht mehr erst (online) verdienen muss, sucht nach einer guten Geldanlage. Dabei legt der Deutsche sein Geld gerne auch in Immobilien an. Warum dann nicht gleich ein Haus in Spanien kaufen und das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden? Ob spanische Immobilien gute Geldanlagen sind, lässt sich nicht so ohne weiteres beantworten. Fest steht, die Immobilienpreise in Spanien sind in manchen Gegenden drastisch gefallen (um bis zu 60 Prozent), in anderen Regionen Spanien sind die Preise für Häuser gleich geblieben oder stiegen sogar. Von gesunkenen Immobilienpreisen besonders betroffen sind die Küstenabschnitte des spanischen Festlands, das zeigt das Kaufbarometer von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale.

Preisverfall in den Ferienregionen des Festlands

Wer an der Costa Cálida – rund um die Hafenstadt Cartagena – eine Wohnung kaufen möchte, zahlte im Jahr 2013 durchschnittlich 1.100 Euro pro Quadratmeter – verglichen mit 2008 ein Minus von 58 Prozent. Die Preise für angebotene Häuser sind ebenfalls drastisch gefallen (-42 Prozent) und liegen derzeit im Schnitt bei 1.513 Euro pro Quadratmeter. Auch an der Costa del Sol, an der die Städte Málaga und Marbella liegen, sind die Preise um 31 Prozent gesunken.

Eine Eigentumswohnung kostet durchschnittlich 2.707 Euro, 2008 waren es 3.947 Euro pro Quadratmeter. Häuser werden für durchschnittlich 2.752 Euro angeboten (-40 Prozent). Die Behörden genehmigten auf dem Festland großzügig Neubauten, die nach Ausbruch der Krise nie fertiggestellt wurden. Heute ist die Landschaft deshalb von zahlreichen Bauruinen gezeichnet.

Angebotspreise an der Costa Blanca ziehen wieder leicht an

Vor allem die zahlreichen Immobilien aus Bankverwertungen drücken die Durchschnittspreise nach unten. Nur an der Costa Blanca rund um Alicante sind die Preise für Häuser um vergleichsweise niedrige 9 Prozent gesunken. Die Angebotspreise liegen 2013 bei durchschnittlich 2.342 Euro pro Quadratmeter.

Mit Blick auf den Wohnungsmarkt sieht das Bild jedoch ähnlich aus wie in anderen Regionen: minus 22 Prozent innerhalb von 5 Jahren. Seit der Jahresmitte entspannt sich der Markt an der Costa Blanca nach langer Zeit wieder leicht. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sind im Vergleich zur ersten Jahreshälfte um 10 Prozent gestiegen.

Immobilienpreise auf Mallorca relativ stabil

Sonne, Sangria, Siesta – Mallorca gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Die Insel ist von Deutschland aus gut mit dem Flieger zu erreichen und deshalb trotz Finanzkrise auch bei Immobilienkäufern weiterhin gefragt. Die Bandbreite an angebotenen Häusern und Wohnungen ist sehr groß: Verkauft werden sowohl einfache Wohnungen und schlichte Häuser als auch exklusive Luxusvillen mit Preisen im siebenstelligen Bereich.

Wer sich in den Küstenregionen Mallorcas ein Feriendomizil kaufen möchte, zahlt 2013 für eine Wohnung durchschnittlich zwischen 2.933 Euro und 4.207 Euro pro Quadratmeter. Etwas teurer sind Häuser mit 3.189 Euro bis 4.797 Euro pro Quadratmeter. 2008 lagen die Preise zum Teil aber um bis zu 19 Prozent höher. Die großen Preiseinbrüche wie auf dem Festland bleiben aber aus.

In einzelnen Regionen trotzen die Immobilienpreise der Krise – so etwa im Norden Mallorcas. Die Wohnungspreise steigen hier seit 2008 um 27 Prozent. Mit Blick auf die gesamte Insel sind die Preise auf konstantem Niveau geblieben. Auf anderen Baleareninseln sind die Preise ebenfalls relativ stabil und steigen sogar: Häuser auf Ibiza kosten 2013 im Schnitt 15 Prozent mehr als 2008 (4.143 Euro), auf Menorca sind es 10 Prozent mehr (2013: 3.973 Euro).

Sinkende Preise auf den Kanaren

Die Finanzkrise ging auch an den Kanaren nicht spurlos vorbei. Häuser an den Küsten Gran Canarias wurden 2013 für durchschnittlich 2.959 Euro angeboten, vor 5 Jahren waren es 3 Prozent mehr. Gleiches Bild auf Teneriffa: Die Angebotspreise für Häuser liegen hier im Schnitt bei 2.367 Euro pro Quadratmeter, 14 Prozent weniger als 2008. Doch die Talfahrt scheint auch hier zunächst ein Ende zu haben – in der zweiten Jahreshälfte 2013 ziehen die Preise wieder leicht an (+5 Prozent).

Für das Kaufbarometer wurden die Angebotspreise von Wohnungen und Häusern in den Küstenregionen Spaniens, der Balearen und der Kanaren untersucht. Datenbasis für die Berechnung der Durchschnittspreise waren insgesamt 106.500 auf immowelt.de inserierte Angebote. Verglichen wurden die Jahre 2008 und 2013. Die Kaufpreise sind Angebots-, keine Abschlusspreise. (immowelt.de)

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