Taugen Oldtimer als Geldanlage?

Die Frage, ob Oldtimer als Geldanlage taugen, lässt sich nicht so einfach beantworten. Es müssen verschiedene Kosten müssen berücksichtigt werden. Doch so viel vorab: mit Klassikern unter 100.000 Euro lässt sich kaum Geld verdienen und Prognosen zur Wertentwicklung von Oldtimern sind schwierig. Zu diesem Schluss kommt die Zeitschrift AUTO TEST in der aktuellen Ausgabe 13. 

Oldtimer sind nicht immer als Wertanlage geeignet. Im Gegensatz zu anderen Wertanlagen ist bei Oldtimern die Nachfrage für den Wert entscheidend. Ein Auto muss außerdem gewartet, gepflegt und mit TÜV-Plaketten versehen werden. Den Oldtimer in der Garage stehen zu lassen, schont zwar Lack und Blech, schadet aber der Technik mehr als der Alltagsbetrieb.

Die Betriebs-, Unterhalts- und oft hohen Reparaturkosten müssen in die Berechnungen mit einfließen. Berechnungen des Automobilclub von Deutschland (AvD) zufolge betragen diese im Schnitt 5.300 Euro im Jahr. Allein dafür ist bereits eine ordentliche Wertsteigerungsrate nötig.

Ob man mit einem Oldtimer Geld verdienen kann, macht Dietrich Hatlapa, ehemaliger Barings-Investmentbanker und Gründer der Forschungseinrichtung für historische Fahrzeuge Historic Automobile Group mit Sitz in London, an den Kosten für eine gute Vollrestaurierung fest. Liegt der Wert eines Fahrzeugs darunter, ist das Auto eher etwas fürs Herz als für den Geldbeutel.

Das bestätigt auch Marius Brune, Chef des Unternehmens Classic-Data für Marktbeobachtung klassischer Fahrzeuge: “Man kann mit Klassikern unter 100.000 Euro Wert kein Geld verdienen. Die laufenden Kosten fressen die möglichen drei bis fünf Prozent Wertsteigerung auf.” Zudem lässt sich kaum seriös prognostizieren, welche Oldtimer in welcher höher an Wert gewinnen.

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