Vom Add-on zum Bad-on – Vorsicht Geldverlust

Ihr Geld samt Passwort-Zugangsdaten kann schneller verschwinden oder in falsche Hände gelangen, als es (online) verdient ist. Gerade wenn Sie Konten/Geld Online verwalten, sollten Sie bekanntermaßen besonders vorsichtig sein. Das Tückische – gerade die Browser-Erweiterungen, die wir kostenlos bekommen, können verseucht sein. Internetradio hören, Werbung blocken oder die Surfgeschwindigkeit erhöhen – Add-ons für Firefox, Chrome und Co. machen´s möglich. 

Doch die praktischen Browser-Ergänzungen können auch gefährlich werden: Die Fachzeitschrift COMPUTER BILD berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, wie Kriminelle aus Add-ons fiese “Bad-ons” basteln (Heft 6/2014, ab Samstag am Kiosk).

Ausgespähte Zugangsdaten für Ebay, Amazon und Co., Phishing-Attacken, plötzliche Werbeflut – mögliche Folgen, wenn vormals harmlose Browser-Add-ons zu “Bad-ons” mutieren. Noch handelt es sich um Einzelfälle, doch Experten rechnen mit einem starken Zuwachs manipulierter Add-ons.

Denn die Browser-Ergänzungen sind ein attraktives Ziel für Kriminelle: Damit sie ihre Aufgaben erfüllen können, sind Add-ons häufig mit weitreichenden Rechten ausgestattet, zudem können sie sich selbst aktualisieren. So können Gauner eine zuvor harmlose Browser-Ergänzung per Online-Update für völlig andere und bedrohliche Funktionen umrüsten.

Das funktioniert ganz unauffällig: Weil die Schutzsoftware nur Aktivitäten eines vertrauten Programms, des Browsers, registriert, sieht sie keinen Grund einzugreifen.

Wenn Sie Ihr Geld Online verdienen – auf welche Weise auch immer – nutzen Sie AUSSCHLIESSLICH – die Software Ihre Partners. Und zwar direkt, nur von dessen Seite heruntergeladen. Nur dann können Sie zu 99,9% sicher sein. Es sei denn, der Server Ihres Geschäftspartners wurde gehackt und mit Schadsoftware infiziert. Die ist jedoch wesentlich unwahrscheinlicher, als eine infizierte Software über einen Drittanbieter zu erhalten.

Virenscanner schützen nicht zuverlässig: “Security Suiten können zwar helfen, einen hundertprozentigen Schutz können sie aber auch nicht bieten, wie wir in Tests feststellen mussten”, sagt Andreas Clementi, CEO von AV-Comparatives. COMPUTER BILD rät deshalb, Add-ons nur aus möglichst sicheren Download-Quellen runterzuladen, wie über den Add-ons-Manager von Firefox, den Chrome Web Store oder den Download-Bereich
von COMPUTER BILD.

Nochmals – bei Geldgeschäften, die heute immer öfter Online getätigt werden – NUR – die Originalsoftware Ihres Geschäftspartners verwenden. Denn sonst sind Sie Ihr Geld schneller los, als Sie es (online) verdient haben.

 

Zu guter Letzt gilt ohnehin: Nur Add-ons installieren, die man wirklich braucht.

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