Was tun gegen Phishing und gefälschte e-Mails?

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Geld überweisen, Einkäufe erledigen oder Freunden die Fotos des letzten Urlaubs zeigen – dank Internet ist das heute alles mit wenigen Klicks und in kürzester Zeit möglich. Doch das digitale Zeitalter birgt auch seine Tücken: So müssen Internetnutzer beim Online-Banking, Online-Shopping oder bei der Registrierung in sozialen Netzwerken meistens persönliche Daten preisgeben. Immer häufiger versuchen Cyberkriminelle, diese Informationen auszuspähen, um sie für betrügerische Handlungen zu nutzen.

Ein Versicherungsexperte bei den ERGO Direkt Versicherungen, erklärt das Vorgehen sogenannter Phisher und wie Internetnutzer deren Fallen entgehen können. Darüber hinaus gibt er Tipps, wie sich Verbraucher verhalten sollten, wenn sie doch einmal einem Phishing-Angriff zum Opfer gefallen sind.

Hinter dem Begriff „Phishing“ verbirgt sich der Versuch von Cyberkriminellen, vertrauliche Daten von Internetnutzern, wie Kennwörter oder Bankverbindungsdaten, auszuspähen. Hierzu verschicken die Täter massenweise gefälschte E-Mails, die den Mitteilungen seriöser Unternehmen oftmals täuschend ähnlich sehen. So tarnten Internetbetrüger im vergangenen Jahr beinahe jede dritte Phishing-Mail als offizielle Mitteilung einer Bank oder eines Online-Shops. Meist werden darin vertrauliche Informationen wie Passwörter oder Transaktionsnummern abgefragt. „Mit den gewonnenen Daten begehen die Täter Identitätsdiebstahl. Das heißt, sie kaufen im Namen der Betroffenen online ein oder heben Geld von ihrem Konto ab“, erklärt der Experte. Allein 2013 entstand nach Angaben des Bundeskriminalamtes auf diese Weise ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe.

Was tun bei angeblichen Mahnungen per E-Mail?

Charakteristisch für Phishing-Mails ist meist eine Aufforderung, persönliche Daten über eine verlinkte Webseite einzugeben oder einen mitgeschickten Dateianhang herunterzuladen. Um dieser Anweisung Nachdruck zu verleihen, setzen die Absender häufig einen engen Zeitrahmen oder versuchen, durch die Androhung von Mahnungen Druck auf ihre Opfer auszuüben. Keinesfalls sollten sich die Empfänger aber dadurch verleiten lassen, mitgeschickte Anhänge oder Links zu öffnen! Oft reicht bereits ein Klick, damit sich auf dem Computer eine Spyware oder ein Virus installiert.

Die Internetbetrüger gehen beim Ausspähen sehr geschickt vor: So verschicken sie immer öfter elektronische Nachrichten mit einer bekannten Absenderkennung, zum Beispiel von einem Bezahldienst oder einer Bank. Was viele User nicht wissen: In der Regel senden seriöse Unternehmen weder Mahnungen per E-Mail noch würden sie Kunden in einer E-Mail zur Angabe von PINs oder TANs auffordern. Wer sich dennoch unsicher ist, ob es sich um eine Phishing-Mail handelt, dem rät der ERGO Direkt Experte, sich telefonisch bei der Servicestelle des betreffenden Unternehmens zu erkundigen und explizit auf die dubiose Mail hinzuweisen. So können gleichzeitig andere Kunden vorgewarnt und vor einem möglichen Schaden bewahrt werden. Andere charakteristische Merkmale von Phishing-Mails können eine Vielzahl an Grammatik- oder Rechtschreibfehlern oder eine seltsam anmutende Absenderadresse sein.

Schutz vor Phishing-Attacken

Zwar gibt es keinen hundertprozentigen Schutz vor Daten-Diebstahl. Dennoch können Internetnutzer bereits mit geringem Aufwand ihr Risiko, in eine Phishing-Falle zu geraten, verringern. „Ein regelmäßig aktualisierter Viren- und Spam-Filter erschwert Cyber-Betrügern das Abgreifen persönlicher Daten. Zudem empfiehlt es sich, unterschiedliche E-Mail-Adressen und Passwörter für verschiedene Online-Dienste zu verwenden. Denn wenn ein Anwender dasselbe Passwort mehrmals nutzt, steht den Cyberbetrügern mit erfolgreich ausgespähten Login-Daten der Zugang zu gleich mehreren Online-Accounts offen“, erklärt der ERGO Direkt Experte.

(Quelle:ERGO Versicherungsgruppe)

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